Wir untersuchen die gebaute Umwelt in ihrer Fähigkeit, als Ressource für Projekte zu dienen. Dabei verstehen wir Gebäude als Prozesse der Konvergenz unterschiedlicher Materialien, Bauteile und Konstruktionen, die ihnen jeweils eigene Temporalitäten, jeweils eigene qualitative und statische Implikationen einschreiben. Ein architektonisches Projekt entzieht sich der Vollendung, es wird zur Assemblage verschiedener Komponenten unterschiedlicher Permanenz. Im Zentrum steht nicht das Gebäude, sondern vielmehr das Bauen
Indem wir verschiedene Komponenten eines Gebäudes als voneinander abhängige Schichten verstehen, können wir adaptive Strategien für Eingriffe und Transformationen entwickeln. Dafür müssen wir das Bauen des Neuen als auch den Umgang mit dem Bestehenden in Hinblick auf die Vielzahl unterschiedlicher Zeitlichkeiten die ein Gebäude durchziehen neu denken. Dieses Nachdenken über Architektur im Kontext der Zeit hebt transformative Potentiale hervor und erlaubt die Neubestimmung von Kategorien wie Material, Konstruktion, Atmosphäre und Raum.